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Redaktion HallePost

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Aus der Sammlung der Stiftung Moritzburg

Keramik des Mittelalters und der Reformationszeit im Schlossmuseum Quedlinburg

 

Am Freitag, dem 22. März 2013, um 18 Uhr, wird im Schlossmuseum Quedlinburg die Ausstellung „Geformt - Gebrannt - Gebraucht" eröffnet. Die Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt zeigt Keramik des Mittelalters und der Reformationszeit aus ihrer Sammlung.

Die Städte blühten auf im ausgehenden Mittelalter - und mit ihnen ihre Herren: Patrizier, Kaufleute und Kirchenfürsten. Ihren Rang stellten sie selbstbewusst zur Schau, in aller Öffentlichkeit genauso wie an ihren Wohnsitzen. Dort liefen sie auf Fliesen, verziert mit bunten Ornamenten und saßen an Öfen, die gekachelt waren mit den verschiedensten Bildmotiven. Sie tranken Wein und Bier aus fantasievoll geformten Kelchen und wuschen sich die Hände mit Wasser aus Krügen, die wie Fabelwesen oder Ritter aussahen. Solche kunstvolle Dinge des Alltags zeigt diese Ausstellung. Viele Gefäße sind so fein gearbeitet, dass sich manch ein Betrachter heute fragt, wie sie überhaupt hergestellt wurden. Dabei mutet das Design einiger Stücke sogar modern an. Nach 50 Jahren ist diese überregional bedeutende Keramik-Sammlung aus der Stiftung Moritzburg zum ersten Mal wieder zu sehen. Zuvor wurde sie von der Stiftung Moritzburg in Zusammenarbeit mit dem halleschen Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas wissenschaftlich aufgearbeitet.

 

Die Schau zeigt auch einige Hightlights der deutschen angewandten Kunst: Zum Beispiel der auf das Jahr 1536 datierte Fayenceteller mit dem Porträt des Nürnberger Patriziers Christoph Coler. Würdevoll legt er vor seinem Gewand die Hände zusammen. Aufwendig gestaltete Ornamente rahmen sein Antlitz. Eigentlich kennt man Schauteller dieser Art erst seit Ende des 16. Jahrhunderts. Oder ein Gießgefäß in Gestalt eines Ritters aus dem 14. Jahrhundert. Pfeifentonstatuetten aus dem 15. und 16. Jahrhundert zeugen davon, wie die Menschen im eigenen Haus ihre Frömmigkeit gelebt haben. Reich verzierte Fliesen aus ganz Europa verdeutlichen, wie man früher die Wände dekorierte. Hierzu gehören auch einige, mehrfarbig glasierte Fliesen aus dem halleschen Stadtpalast Kühler Brunnen im Stile der Frührenaissance. Die ausgestellten Ofenkacheln sind so dekorativ, dass sie auch in heutiger Zeit für Innenausstattungen Verwendung finden könnten. Die Ofenkacheln legen die gesamte Bandbreite von den Anfängen des Ofens bis zu den kunstvollen, farbigen Kacheln der Renaissance dar. Höhepunkt der Ausstellung bilden die Relikte einer ganz besonderen Raumausstattung: der prachtvollen Residenz Kardinal Albrechts von Brandenburg in Halle.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit beherrschte das rheinische Steinzeug den Markt in Europa. Davon beherbergt die Sammlung der Stiftung Moritzburg einen großen Querschnitt mit Objekten vom 13. bis zum 17. Jahrhundert, darunter einen frühen Import aus der Zeit um 1250 als halleschen Bodenfund. Die reich verzierten Objekte zeugen von hoher Qualität und Kunstfertigkeit.

Ausstellung und Katalog machen das kulturgeschichtlich aufschlussreiche Material aus der Sammlung Kunsthandwerk der Stiftung Moritzburg nach vielen Jahren wieder der Öffentlichkeit zugänglich.

„Geformt - Gebrannt - Gebraucht. Keramik des Mittelalters und der Reformationszeit aus der Sammlung der Stiftung Moritzburg"

 Vom 23.März bis 30. Juni im Schlossmuseum Quedlinburg

 Öffnungszeiten des Schlossmuseums in Quedlinburg: im März 10.00-16.00 Uhr, April bis Oktober 10.00 bis 18.00 Uhr, Montag Schließtag

 

 Sonderführungen am 23. März, am 12.Mai und am 30. Juni, jeweils um 15:00 Uhr.

 

Quelle: Moritzburg

Mittwoch, 27. März 2013, 19.30 Uhr, Händel-Haus, Romanisches Gewölbe

Klingender Raum, gebauter Klang.

Musik und Architektur im Mittelalter

Aus der Reihe: Musik hinterfragt

Ein Vortrag von Prof. Dr. Christian Kaden I Musikwissenschaftler, Humboldt-Universität Berlin

 

Räume sind „Resonanzkörper“ des Musizierens; nicht nur der Ton macht die Musik, auch der Raum macht den Ton. Die Verbindung zu Architekturkonzepten ist für Musik prinzipiell gegenwärtig. Die Kultur unserer Tage strebt dabei nach Standardisierungen: nach Räumen mit optimalen Halleigenschaften, die möglichst vielen Rezipienten ein gleichwertiges Hörerlebnis bieten. Mittelalterliche Musizierräume – Paläste und vor allem Kirchen – hatten mit variableren Bedingungen zu rechnen, die von Zeremoniell zu Zeremoniell, von Musizieranlass zu Musizieranlass wechselten. Dennoch waren die Räume den Sängern und Komponisten des Zeitalters so vertraut, dass sie deren Akustik für ihre Zwecke planvoll ausnutzten. Andererseits fassten sie Ihre Musik als Bauwerke auf und richteten sich am Denken von Architekten aus.

 

Der Vortrag findet am 27. März 2013 im Händel-Haus statt. Als Vortragsort dient das Romanische Gewölbe, dessen Gesteine bis ins 12. Jahrhundert datiert sind.

 

 

Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

 

Informationen:

Stiftung Händel-Haus

Tel.: 0345 / 500 90 103

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Samstag, 23 März 2013 15:21

Der Frühling kommt

Der Frühling kommt
 
 
Neue Ausstellung „Botschaften des Frühlings“ des Jobcenters Halle(Saale) und des Beruflichen Bildungswerkes e.V. Halle-Saalkreis öffnet ab Samstag ihre Türen in der Neuen Residenz.
 
Wer genug hat von den Wochen der Kälte und des Schnees und auf der Suche nach dem Frühling ist, kann diesen zumindest in Teilen ab dem  23.03.2013 in der Neuen Residenz in Halle finden. Dann startet die Themenausstellung „Botschaften des Frühlings“,die einmal mehr durch das Jobcenter Halle (Saale) und dem Beruflichen  Bildungswerk imRahmen der Arbeitsgelegenheit „Kreativwerkstatt“ ins Leben gerufen wurde. Fünf herrlichdekorierte Räume vermitteln ein frühlingshaftes Flair und laden alle Besucher zum Verweilen ein.
 
Umgesetzt wurden die Ideen erneut von 20 Langzeitarbeitslosen, die unter der Projektleitungvon Ute Friedrich die Ausstellung von der Planung bis zur Kreation begleitet haben.
„Alles was wir hier sehen, wurde von den Teilnehmern der Arbeitsgelegenheit hergestellt“,zeigt sich Friedrich zufrieden. Und so wurden aus Holz, Metall und etlichen FrühlingsblühernTraumlandschaften erstellt, die wie immer zum freien Eintritt den Besuchern ein willkommenes Ausflugsziel bieten.
 
Bereits am 22.03.2013 wurde die Ausstellung durch den Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale),Herrn Dr. Bernd Wiegand, der Geschäftsführerin des Jobcenters Halle (Saale), Frau Sylvia Tempel sowie der Geschäftsführerin des Beruflichen Bildungswerkes, Frau Iris Hillemann eröffnet.
 
„Bereits seit 2005 arbeiten wir über die Kreativwerkstatt mit dem Beruflichen Bildungswerk zusammen und können nun schon im achten Jahr die Neue Residenz in die verschiedenstenThemenlandschaften verwandeln“, erklärt Sylvia Tempel. „Es ist jedes Mal aufs Neue eine große Herausforderung, die unsere Langzeitarbeitslosen hier mit großer Bravour meistern. Mit dem Gefühl etwas zu schaffen und anderen Menschen eine Freude zu machen geben wir ihnendie Motivation die sie brauchen, um auch am Arbeitsmarkt wieder besser Fuß fassen zu können.“
 
Ab dem 23.03.2013 können die Gäste jeweils von 10:00 – 19:00 Uhr die Neue Residenz und die Ausstellung „Botschaften des Frühlings“ besuchen. „Wir hoffen, dass wir viele Menschen mit unseren Ideen erreichen und verzaubern können“, so Sylvia Tempel. Grund zu dieser Hoffnung hat sie allemal. Alleine zur letzten Ausstellung „Weihnachtliches Kaleidoskop“ kamen 15.592 Gäste.
 
Quelle: Jobcenter Halle
 

Dieser Besuch ist gut auf den Beinen: Acht Wanderer trafen am Donnerstag, 21. März (nach einem sechstägigen Fußmarsch) in der Händelstadt ein. Die Gruppe legt derzeit die erste Etappe einer Wanderoute von rund 900 Kilometern von Bad Belzig in Brandenburg bis nach Oberstdorf in Bayern zurück. Grund ist die Übergabe des Wanderwimpels für den 113. Deutschen Wandertag am 27. Juni in Oberstdorf. Auf dem Hallmarkt  begrüßte die Stadt Halle (Saale) die Gäste. Überreicht wurde den Wanderern Stocknägel von Halle, Pins mit dem Stadtwappen, Halloren Kugeln sowie praktische Turnbeutel aus dem Sortiment der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH.

 

Warum der oliv-grüne Wanderwimpel – das Original aus dem Jahr 1952 – von Bad Belzig per pedes ins Allgäu gebracht wird, weiß Lothar Koch, Vorsitzender des Märkischen Wanderverbunds, der die Tour leitet: „Der Wimpel wird von Stadt zu Stadt weitergegeben.“ Und zwar immer von der Stadt, die der Austragungsort des vergangenen Wandertags war in die neue Stadt, in der der Wandertag stattfindet.

2012 richtete Bad Belzig den Deutschen Wandertag aus, in diesem Jahr Oberstdorf. „Die Wanderung zur Übergabe des Wimpels stellt den Abschluss des Wandertags von 2012 dar“, erklärt Koch, der vor mehr als 50 Jahren seine Passion für diese Sportart entdeckte. Es sei Pflicht und Tradition, dass der Wimpel nur nach einer Tour, die zu Fuß zurückgelegt wurde, übergeben wird.

Seinem Aufruf der gemeinsamen Tour ins Allgäu schlossen sich sieben weitere Wanderer im Alter von 58 bis 73 Jahre aus Bad Belzig, der Region Flämig sowie aus Berlin an. Hinzu kommen weitere Wander-Begeisterte, die sich auf bestimmten Streckenabschnitten der Gruppe anschließen.

In Halle begleitete Rosemarie Kleiber vom Harzklubzweigverein Halle die Truppe. Für Peter Rabenhorst, der ebenfalls auf der gesamten Tour mit dabei ist, ist Halle ein bekanntes Pflaster, mehrere Jahre hat er hier studiert.

Täglich legen die Wanderer etwa 23 Kilometer zurück. Die gesamte Strecke von Brandenburg nach Bayern ist in vier Abschnitte mit mehreren Etappen unterteilt. Weitere Stationen in Sachsen-Anhalt nach Halle sind Merseburg, Weißenfels und Naumburg-Beuditz. Danach geht´s weiter nach Thüringen.

Im kommenden Jahr wandert der Wimpel weiter – nach Bad Harzburg zum nächsten Wandertag.

Foto/Quelle:  Stadtmarketing Halle Saale

 

Leopoldina-Lecture: Gerald Haug erläutert den Klimawandel aus geowissenschaftlicher Sicht

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren,

 

in einer Leopoldina-Lecture spricht der Geologe Professor Gerald Haug, ETH Zürich, am Mittwoch, 27. März, in Halle über „Der Klimawandel aus geowissenschaftlicher Sicht“. Im Rahmen der Lecture wird zudem das vom halleschen Maler Uwe Pfeifer angefertigte Porträt des Leopoldina-Altpräsidenten Professor Volker ter Meulen erstmals öffentlich präsentiert. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein.

Leopoldina-Lecture von Professor Gerald Haug – „Der Klimawandel aus geowissenschaftlicher Sicht“

mit feierlicher Enthüllung des Porträts des Leopoldina-Altpräsidenten Professor Volker ter Meulen

Mittwoch, 27. März 2013, 18.00 Uhr

Hauptgebäude der Leopoldina, Festsaal
Jägerberg 1 (vormals Moritzburgring 10), 06108 Halle (Saale)

Gerald Haug beschäftigt sich in seiner Leopoldina-Lecture mit den Klimaschwankungen während der Erdgeschichte: So war es in der Kreidezeit und im frühen Känozoikum deutlich wärmer als heute. Danach kühlte die Erde kontinuierlich ab. Besonders die dekadischen Klimaschwankungen hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Lebensraum des Menschen und haben immer wieder die Geschichte früher Hochkulturen, etwa die der Maya, geprägt. Außerdem wendet sich Haug der Frage zu, inwieweit diese erdgeschichtlichen Prozesse durch den menschgemachten Klimawandel revidiert werden können.

Gerald Haug ist seit 2007 Professor für Klimageologie an der ETH Zürich. Er erforscht die Entwicklung des Klimas während der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen. Anhand von Meeres- und Seesedimenten gelang es ihm, klimatische Veränderungen in der jüngeren Erdgeschichte mittels innovativer Methoden in zahlreichen Regionen der Erde zu rekonstruieren. Für seine Forschung wurde Gerald Haug unter anderem mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Er ist seit 2012 Mitglied der Leopoldina in der Sektion Geowissenschaften.

Im Rahmen der Leopoldina-Lecture wird das vom Maler Uwe Pfeifer neu geschaffene Porträt des Altpräsidenten der Leopoldina, Professor Volker ter Meulen (Amtszeit 2003-2010), feierlich enthüllt. Mit Unterstützung des Freundeskreises der Akademie war es möglich, die jahrhundertelange Tradition der Leopoldina fortzusetzen, wonach die scheidenden Präsidenten der Akademie von einem Künstler ihrer Zeit gemalt werden.

Die Leopoldina-Lecture findet als Auftaktveranstaltung des Symposiums „Vom Higgs-Teilchen bis zur Hollywood-Animation: Neue Anwendungshorizonte der Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften“ statt, zu dem Sie am Folgetag, Donnerstag, 28. März, ab 11.45 Uhr, ebenso herzlich eingeladen sind. Das Symposium der Mitglieder der Leopoldina-Klasse I – Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften – versteht sich als Forum für den interdisziplinären Austausch. Fünf führende Wissenschaftler geben Einblicke in ihre Fachgebiete, unter anderem geht es um die Entdeckung des Higgs-Teilchens und die neusten technischen Entwicklungen für Filmanimationen. Das Symposium richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, an Studierende sowie an alle an Wissenschaft interessierten Bürger.

Das komplette Programm des Symposium finden Sie unter diesem Link: www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/veranstaltung/event/2116/

Quelle: Leopodina 

Die Europäische Union unterstützt ein neues Projekt, mit dessen Hilfe in Europa ein Netzwerk naturwissenschaftlicher Lerncamps gefördert werden soll. Unter Führung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) soll damit bis 2015 die Zusammenarbeit von europaweiten Anbietern naturwissenschaftlicher Lerncampus ausgebaut werden. Initiator der Aktion ist der hallesche Uni-Didaktiker Prof. Martin Lindner. Das Projekt firmiert offiziell unter dem Titel „SCICAMP“. Die EU stellt dafür in den kommenden Jahren 450.000 Euro zur Verfügung. Ziel ist es, bei Schülern das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken und so dem Fachkräftemangel in diesem Bereich zu begegnen.

„Das Interesse an den Naturwissenschaften ist bei Schülern eher rückläufig“, sagt Projektbetreuer Christian Kubat. Dabei sind die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für einen notwendigen Fachkräftenachwuchs von großer Bedeutung. Wissenschaftliche Lerncamps sind daher eine Möglichkeit, dem Desinteresse von Schülern durch eine angenehme und spannende Atmosphäre zu begegnen; die Schüler können ihre eigenen Forschungsfragen stellen und dazu experimentieren, gänzlich ohne Noten- oder Lehrplandruck.

Das neue Projekt verfolgt gleich mehrere Ziele. Einerseits geht es darum, ein Netzwerk zwischen den an verschiedenen Standorten in Europa ansässigen Camp-Organisatoren auf- und auszubauen. Auf diese Weise kann der Austausch zwischen den Anbietern gestärkt werden. Außerdem sollen die Camps mit lokalen Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen zusammengebracht werden. Durch diese direkten Kontakte soll es künftig einfacher möglich sein, Ideen und Forschungsergebnisse aus den Camps zum Beispiel in den Lernalltag der Schulen vor Ort einzubinden.

Das Projekt läuft bis November 2015. Um möglichst effektive Ergebnisse zu erzielen, ist eine umfangreiche Befragung der Camp-Organisatoren geplant. Außerdem soll es regionale Workshops sowie drei internationale Konferenzen geben. Sie werden in Serbien, Spanien und Deutschland stattfinden. Bereits Mitte Januar fand in Halle ein Auftakttreffen aller sieben europäischen Partner des Projekts statt. Dazu zählen Bildungseinrichtungen in Dänemark, Portugal, Spanien, Slowakei und Serbien.

Sommercamp in Halle geplant

Im Verlauf des Projekts ist auch ein naturwissenschaftliches Sommercamp in Halle geplant. Es soll erstmals vom 12. bis 16. August 2013 an der Martin-Luther-Universität stattfinden. 45 Schüler erhalten in diesem Rahmen die Gelegenheit, durch freies Experimentieren ihren Forschergeist zu entdecken. Auf dem Programm steht neben der gemeinsamen Forschung sowie Exkursionen auch eine angenehme Freizeitgestaltung mit Lagerfeuer und anderen Aktionen. Interessierte Schüler können sich dafür ab sofort beim Projektbetreuer Christian Kubat unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Bedingung: Sie sollten die 8. Klasse hinter sich haben und zwischen 14 und 16 Jahren alt sein. Die Teilnehmergebühr wird zwischen 50 und 80 Euro liegen. Genaue Informationen werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

 

Quelle: Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg

DIE WELT VERÄNDERN.

August Hermann Francke – Ein Lebenswerk um 1700

Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen zum 350. Geburtstagsjubiläum August Hermann Franckes

24. März–21. Juli 2013

Historisches Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen

ERÖFFNUNG am 23. März 2013, 11 Uhr mit einer Festrede des Bundespräsidenten Joachim Gauck im Freylinghausen-Saal des Historischen Waisenhauses

 

Bundespräsident Joachim Gauck wird am 23. März 2013 die Jubiläumsausstellung Die Welt verändern. August Hermann Francke - Ein Lebenswerk um 1700 eröffnen. Die Schau widmet sich anlässlich der 350. Wiederkehr seines Geburtstages dem Theologen, Pädagogen und Reformer August Hermann Francke (1663-1727). Über 300 wertvolle, teils herausragende Objekte verweben Franckes Lebenswelt mit seinem Lebensweg und ordnen sie in die Horizonte seiner Gegenwart ein. Im Zentrum seines Lebenswerkes, dem Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen, wird so das Panorama eines Epochenwechsels begehbar, den der pietistische Theologe von der preußischen Provinz aus entscheidend prägte.

 

Als Francke 1692 das Pfarramt an der Glauchaer Kirche und später die Professur an der Friedrichs-Universität in Halle und erhielt, stand er persönlich den gesellschaftserschütternden Nachwirkungen des bewegten 17. Jahrhunderts gegenüber. Mehr als 20 Kriege hatten die Zivilgesellschaft Europas tief verunsichert. Im Klima der Erwartung der Endzeit keimten die ersten Ideen der frühen Aufklärung, eine neue Frömmigkeit und Glaubenspraxis im europäischen Protestantismus, der Aufstieg der Naturwissenschaften und die frühe Globalisierung. Francke setzte mit der Gründung des Halleschen Waisenhauses auf ein klares, ordnendes Zukunftsprojekt. Seine gesellschaftlich breit angelegten Reformideen gründeten auf den reformatorischen Forderungen Martin Luthers und strahlten weltweit aus. Er hatte mit seinen Ideen den Kern der Bedürfnisse der Zeit getroffen. Nicht nur der preußische Hof in Berlin und Vertreter des deutschen Adels unterstützten ihn. Auch der Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibniz, der russische Zar Peter der Große, die englische Queen Anne oder der dänische König Friedrich IV. waren Teil des lebendigen, weltumspannenden Netzwerkes, das die Ideen aus Halle bis in die entferntesten Weltregionen trug.

 

Welterkenntnis und Weltveränderung, Konflikte und Gewissheit, Offenheit und Abgrenzung sind die großen Themen der Zeit, die die Ausstellung spiegeln wird und in deren Atmosphäre sich Francke bewegte. Der Einblick in die Situation um 1700 wird aus politischer, sozialer, religiöser und wissenschaftlicher Perspektive gewährt. Über 50 Porträts erlauben es erstmals, die Personen kennenzulernen, die wichtige Schaltstellen im Netzwerk des Halleschen Pietismus waren. Wie sehr die Fragestellungen der heutigen Gesellschaft denen ähneln, die innerhalb des Netzwerkes Franckes im 18. Jahrhundert diskutiert wurden, wird den Besucher erstaunen: Wie organisieren wir zeitgemäße Bildungszugänge, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe?

 

Der reich bebilderte Begleitkatalog zur Ausstellung nimmt in 16 Beiträgen renommierter Wissenschaftler den interdisziplinären Ansatz der Schau auf. Im Spannungsbogen zwischen „Aufklärung“ und „Pietismus“ (Andreas Pečar, Manfred Jakubowski-Tiessen) wird August Hermann Franckes religiöse Motivation (Wolfgang Breul, Veronika Albrecht-Birkner) sowie seine Verankerung im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert dargestellt. Erstmals wird dabei auch die Entstehung der „Marke“ Waisenhaus, die Inszenierung der Person des Stiftungsgründers sowie die Rezeption durch die Zeitgenossen (Holger Zaunstöck, Michael Wiemers, Christian Soboth) nachzulesen sein.

 

Die Welt verändern. August Hermann Francke - Ein Lebenswerk um 1700. Hrsg. von Holger Zaunstöck, Thomas Müller-Bahlke und Claus Veltmann. Halle 2013 (Kataloge der Franckeschen Stiftungen, 29).
324 S., 311 Abb., € 24,00; ISBN 978-3-447-06889-5

 

Die Jubiläumsausstellung wird überregional durch Korrespondenzausstellungen vernetzt:

7. April - 30. September | Brandenburg-Preußen Museum Wustrau

Pflichtaufgabe-Staat! Friedrich Wilhelm I. und der Hallesche Pietismus. Sonderausstellung zum 300-jährigen Thronjubiläum des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I.

28. April - 4. August | Schloss Friedenstein Gotha

gotha macht schule – Bildung von Luther bis Francke

Eröffnung: 27. April, 16.00 Uhr

5. Mai - 1. Juni | Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, Altes Rathaus

Das erweckte Leipzig? Auf den Spuren August Hermann Franckes

Eröffnung: 4. Mai, 18.00 Uhr

Quelle: Franckesche Stiftungen zu Halle

www.francke-halle.de

Chemische und pharmazeutische Industrie im Süden Sachsen-Anhalts:  IHK-Studie: Hohe Energiekosten werden zum Standortrisiko

Die Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie im Süden Sachsen-Anhalts nehmen die hohen Energiekosten zunehmend als Standortrisiko wahr. Dies hat eine Studie der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) ergeben. „Die Branchen haben eine enorme Bedeutung für den Süden Sachsen-Anhalts. Sie zählen nach Umsatz neben dem Ernährungsgewerbe und der Mineralölverarbeitung zu den wichtigsten Bereichen“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Brockmeier.

Im Mittelpunkt der Studie steht eine Umfrage unter den Unternehmen der Branche, in welcher unter anderem die Standortvorteile und -nachteile der Region ermittelt wurden. Zu den klaren Vorteilen des Standortes zählen demnach die hervorragende regionale und überregionale Verkehrsanbindung, die vergleichsweise niedrigen Arbeitskosten sowie die historisch gewachsene hohe Akzeptanz industrieller Tätigkeit in der Bevölkerung. Hier sehen die Befragten klare Vorteile des mitteldeutschen Raumes vor anderen möglichen Standorten.

Nachteile wurden insbesondere im Bereich der Energiepreise ausgemacht. „Die Standorte in Sachsen-Anhalt sind hochmodern und hochproduktiv. Der Produktivitätsvorsprung wird jedoch zunehmend durch die hohen Energiekosten aufgezehrt“, kritisiert Brockmeier. „Konkurrenten, die von der deutschen Energiewende, vom EEG und den hohen Netzentgelten nicht betroffen sind, produzieren zwar nicht so effizient wie unsere Unternehmen, stehen durch die niedrigere Stromrechnung am Ende aber besser da.“ Dieser regionale Nachteil belaste die energieintensive Produktion vor Ort in mittlerweile „unerträglicher Weise“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter.
Abschreiben sollte man den Standort aber auf keinen Fall: „Die Studie zeigt: Noch immer gibt es gute Gründe für Ansiedlungen in Sachsen-Anhalt“, so Brockmeier, „jedoch bedroht der Anstieg der Energiekosten den Standort. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, um die Erfolgsgeschichte gerade der Chemie in Mitteldeutschland nicht abreißen zu lassen.“

Quelle. IHK Halle Dessau

Freitag, 22 März 2013 21:53

Öffentlichkeitsfahndung

Der Beschuldigte ging am 30.10.2012 gegen 12.55 Uhr im HEP-Einkaufsmarkt auf den Geschädigten zu und bat diesen, ihm ein 2,- Euro-Stück zu wechseln.
Der Geschädigte kam dem Wunsch nach, öffnete seine Geldbörse, um das Geld zu wechseln.
Hierbei hielt er die Geldbörse in Richtung des Beschuldigten. Dabei wurde er durch den Beschuldigten abgelenkt, indem er in ein Gespräch verwickelt wurde.
Während dessen griff der Beschuldigte unbemerkt in die Geldbörse und entnahm daraus ca. 130,- Euro. Anschließend entfernte er sich. Der Geschädigte bemerkte den Diebstahl wenig später, konnte den Beschuldigten aber nicht mehr entdecken.

Wer kann angaben zu dem Beschuldigten (siehe Fotos) bzw. zu dessen Aufenthaltsort machen?

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Hinweise nimmt die Polizei unter der Tel.-Nr. (0345) 224-6295 entgegen.

Die richterliche Anordnung zur Veröffentlichung der Fotos liegt vor.

Quelle: Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd - Polizeirevier Halle (Saale)

Kuratorenführung in Gertraud-Möhwald-Ausstellung

Am Sonntag, dem 24. März, um 15 Uhr, lädt die Stiftung Moritzburg zu einer Führung mit dem Kurator Philipp Jahn in die Ausstellung Gertraud Möhwald – Zum Gedenken ein. In den historischen Zimmern des Talamts erinnern ausgewählte Werke an die bedeutende Bildhauerin und Keramikerin.

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