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Medizin

Medizin (191)

Vom 3. bis 21. November 2014 übernehmen die Gesundheits- und Krankenpflegerschüler des dritten Ausbildungsjahres in den Berufsgenossenschaftlichen (BG) Kliniken Bergmannstrost selbstständig die pflegerische Leitung eines Teils der Station 1 für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. In ihrem Abschlussprojekt „Gemeinsam statt einsam – Bezugspflege ist unsere Motiv(st)ation“ organisieren und koordinieren die insgesamt 15 Auszubildenden für drei Wochen den Stationsablauf. „Von der Übernahme sämtlicher Pflegeaufgaben über die Dokumentation und Betreuung bis zur Erstellung der Dienstpläne im Drei-Schicht-System reichen die Aufgaben“, erklärt Pflegedirektor Henry Rafler. Die „Motiv(st)ation“ findet seit 2006 jährlich in den BG Kliniken auf verschiedenen Stationen erfolgreich statt.

 

„Indem unsere Schüler selber die Verantwortung übernehmen, lernen sie zum einen die Stationsabläufe intensiver kennen und haben darüber hinaus eine optimale praxisorientierte Prüfungsvorbereitung für ihr Examen im Sommer“, weiß Rafler. Erfahrenes Pflegepersonal begleitet das Projekt im Hintergrund und steht den Auszubildenden jederzeit unterstützend zur Seite. Gut ein Jahr Vorbereitungszeit ist in die Planung des Projektes geflossen. In dieser Zeit haben die Auszubildenden unter anderem einen Stationshefter mit Informationen und Hinweisen zum Stationsablauf, zur Bezugspflege, zu spezifischen Krankheitsbildern der Allgemeinchirurgie sowie zu wichtigen Medikamenten erarbeitet.

 

„Wir haben es geschafft, das Schülerprojekt über alle Fachgebiete als feste Institution für unsere Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege zu etablieren. Dabei hat jede ‚Motiv(st)ation’ ihre Besonderheiten, die durch die Ideen und Kreativität unserer jüngsten Mitarbeiter im jeweiligen Ausbildungsjahr geprägt werden“, hebt Rafler hervor. Die Tatsache, dass mittlerweile die Stationen sich bei den angehenden Gesundheits- und Krankenpflegern für das Projekt bewerben, unterstreicht ihre Akzeptanz im Haus.

 

Die Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie ist eine von insgesamt elf Fachkliniken der BG Kliniken Bergmannstrost. Mit seinen 560 Betten gehört das Bergmannstrost zu den modernsten Traumazentren in Deutschland. Als Spezialklinik insbesondere für Unfall-, Schwerstbrand- und Wirbelsäulenverletzte sowie mit ihrem Querschnittzentrum, dem Neurozentrum und Zentrum für Septische Chirurgie behandelt sie Patienten auf höchstem medizinischem Niveau. Darüber hinaus stehen die berufliche Rehabilitation und die Wiedereingliederung der Patienten in das Arbeits- und Lebensumfeld im Vordergrund, getreu dem Motto „Helfen und heilen mit allen geeigneten Mitteln.“ Rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

 

Quelle: Klinikum Bergmannstrost

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