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Hannover Indians gewinnen hochverdient gegen glücklose Saale Bulls

Jannik Striepeke wartet im Slot auf den Puck, um einzunetzen Jannik Striepeke wartet im Slot auf den Puck, um einzunetzen Tilo Lautenschläger

Wer nach vier Siegen in Folge geglaubt hat, dass es von ganz alleine so weitergeht, wurde am gestrigen Freitagabend eines Besseren belehrt. Eine Erfahrung, die mit Sicherheit auch einige Spieler der Saale Bulls gestern auf bittere Art und Weise machen mussten.

Die Bulls, welche am vergangenen Sonntag noch als Derbyhelden aus Leipzig zurückgekehrt waren, standen am Freitagabend wieder auf heimischem Eis und hatten im Sparkassen-Eisdom die Hannover Indians zu Gast. Mit zwei sehr guten 6 Punkte-Wochenenden im Rücken sollte es nun auch am letzten Tag des Novembers so weitergehen und die drei Punkte sollten nicht mit dem Tabellendritten der Oberliga Nord mit an die Leine gehen.

Die Hausherren starteten auch ganz souverän in die Partie und konnten sich gleich zu Beginn gute Chancen erspielen. Doch die letztendliche Umsetzung und die Tore blieben sie leider schuldig. So konnten sich die Indians vor allem mit schnellen Kontern ihre Spielanteile sichern und den Gastgebern das Leben schwer machen. Über das gesamte Spiel waren die Gäste aus Niedersachsen einfach die effektivere Mannschaft, Halle arbeitete zwar unermüdlich auf dem Eis, aber an dem Ex-Hallenser Goalie Kevin Beech kamen sie einfach nicht vorbei.

Hannover konnte hingegen schon in der fünften Spielminute durch einen Alleingang von Igor Bacek vor das Tor von Henning Schroth ziehen und zur 0:1 Führung einnetzen. Die Bulls wollten den schnellen Ausgleich schaffen, aber aller Einsatz brachte am Spielstand keine Veränderung, obwohl sie vom Spielanteil noch die bestimmende Mannschaft waren. Da sie auch in der Überzahl am Ende des Drittels kein Mittel gegen Beech fanden, blieb es nicht nur beim 0:1, sondern es wurde noch bitterer. Denn wieder zogen die Hannoveraner mit einem Alleingang von Brent Norris los und dieser erhöhte in Unterzahl nun schon auf 0:2.

Nach der ersten Pause stockte der Angriff der Bulls erst einmal merklich und die Indians konnten sich größere Spielanteile sichern, bauten ihrerseits nun auch entsprechend Druck auf. Doch die Hausherren kämpften sich, zumindest was die Spielzüge anging, wieder zurück, Tore blieben sie leider auch weiter schuldig. Diese schossen weiterhin nur die Gäste und so kam es zum dritten Mal in diesem Spiel dazu, dass Thore Weyrauch - von den Bulls-Verteidigern völlig ungestört - vor Henning Schroth ziehen konnte und in der 24. Minute zum 0:3 einnetzte.

Dies war dann endgültig zu viel des Guten und es gab im Tor der Hallenser den Tausch mit Justin Schrörs. Jedoch hatte auch dieser an diesem Abend kein glücklicheres Händchen, da die Hannoveraner nun auch schnelle Passspiele zeigten und so noch in der gleichen Minute Brent Norris auf 0:4 erhöhte. Das Spiel nahm in der Folge weiter an Fahrt auf und die Härte auf dem Eis stieg merklich. So flogen dann in der 32. Minute auch die Fäuste und Pape, Knaub, Burns und Stöber mussten mit zwei plus zwei Minuten-Strafen vom Eis. Da Pape und Knaub noch jeweils zusätzlich zwei Minuten kassierten spielten die Bulls nun mit doppelter Überzahl weiter. Doch auch diese lief ohne einen Treffer der Hausherren ab, da diese nur das Gehäuse oder die Fanghand von Beech trafen.

Die Saale Bulls schafften ihren ersten Treffer erst nach einer erneuten Strafe gegen sie, in Unterzahl konnte Michal Schön (37.) den Puck endlich über die rote Linie befördern. Doch die Freude über dieses Tor hielt nur sehr kurz, denn gleich nach den Wiederanbully schlugen die Indians zurück und Igor Bacek stellte den alten Abstand mit seinem zweiten Treffer wieder her. Da auch Thore Weyrauch wenige Sekunden vor der zweiten Unterbrechung sein zweites Tor erzielte ging es beim schmerzlichen Stand von 1:6 zurück in die Kabinen.

Auch im letzten Abschnitt versuchten die Bulls noch einmal alles und konnten auf dem Eis auch gute Kombinationen erspielen. Doch die blieben weiterhin ohne erfolgreichen Abschluss und so nützt auch das schönste Spiel nicht viel. Zwar konnten die Gäste aus Niedersachsen ihren Vorsprung nicht mehr weiter ausbauen, aber im Gegenzug betrieb Jan-Niklas Pietsch in der 48.Spielminute nur noch Ergebniskosmetik, als er zum 2:6 Endstand traf.

Auf dem Eis ging es mit kleinen Rangeleien und Wortgefechten noch mehrere Male hoch her, aber bis auf etwas Unterhaltung für die Fans auf den Rängen war dem auch nichts positives mehr abzugewinnen. So lief die Uhr gnadenlos herunter und die Indians konnten die Bulls mit 2:6 erlegen. Für die Saale Bulls geht es nun am Sonntag nach Thüringen zu den TecArt Black Dragons und dort muss es mit den Torschüssen besser laufen, wenn man nicht wieder Stück für Stück in der Tabelle nach unten rutschen will.

 

 

Torschützen:

0:1 Igor Bacek – 5.

0:2 Brent Norris – 20.

0:3 Thore Weyrauch – 24.

0:4 Brent Norris – 24.

1:4 Michal Schön – 38.

1:5 Igor Bacek – 38.

1:6 Thore Weyrauch – 40.

2:6 Jan-Niklas Pietsch – 48.

 

Tore: 2:6 (0:2/1:4/1:0)

 

[RJ/FE]

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