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15 Jahre Weinberg Campus e.V.

Weinberg Campus e.V. - Jubiläum 15 Jahre Weinberg Campus e.V. - Jubiläum 15 Jahre HP-SL

Der weinberg campus e. V. feiert seinen 15. Geburtstag. Prof. Dr. Wolfgang Lukas
Vorsitzender campus e. V., Frank Biedermann stellv. Vorsitzender campus e. V. und Dr. Dorit Wilke schauen zurück und geben Ausblicke über die zukünftige Arbeit des Vereines.

Heute, am 05.02.2019 feiert ein starker Verein seinen 15. Geburtstag: der weinberg campus e. V. Er ist auf Mitteldeutschlands größtem Technologiepark Weinberg Campus zu Hause. Und der entwickelt sich seit Jahren erfolgreich. Auf dem Areal siedeln sich seit 25 Jahren stetig Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen an. Das entstandene Kompetenznetzwerk ermöglicht zukunftsfähige Synergien für das Studieren, Arbeiten und Leben auf dem Weinberg Campus. So werden wissenschaftliche Erkenntnisse an den Fakultäten vor Ort gewonnen und immer häufiger von technologieorientierten Unternehmen genutzt, um zukunftsfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Heute arbeiten und forschen etwa 5.300 Menschen auf dem Campus. Mehr als 70 Unternehmen, Institute, Einrichtungen und Dienstleister aus Biotechnologie, Biomedizin, Umwelt- und Medizintechnik sowie Nanotechnologie und IT agieren vor Ort. 7.500 Studierende lernen hier.
Um all das zu befördern, wurde am 5. Februar 2004 ein Unterstützernetzwerk, der weinberg campus e. V., gegründet. Hier arbeiten über 100 Mitglieder von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und außeruniversitären Instituten, Städten und Gemeinden bis hin zu Einzelpersonen schwerpunktmäßig aus den Bereichen Biotechnologie, Biomedizin, Umwelttechnologie und Nanotechnologie sowie angrenzenden Gebieten zusammen. Als ein Forum für Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur befördert es mit vielen Aktivitäten den Strukturwandel Halles. Das Jubiläum ist für die Mitglieder des Vereins ein guter Anlass, einen Blick zurückzuwerfen und nach vorn zu schauen.

Junge und kluge Köpfe für Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, ist eins der Ziele des weinberg campus e. V. Ob mit dem Organisieren von Projektwochen und Betriebspraktika, Sommercamps oder der Teilnahme am Zukunftstag – mit verschiedensten Veranstaltungen macht das Unterstützernetzwerk Wissenschaft erlebbar und weckt bei Schülern Neugier.
Und das gelingt: So gewann etwa Johannes Hammer vom halleschen Georg-Cantor-Gymnasium 2017 den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ und durfte daraufhin in Schweden am „Stockholm Junior Water Prize“ mit 32 jungen Forschern aus aller Welt teilnehmen. Das Interesse für Naturwissenschaften wurde beim damals 16-Jährigen auf dem Weinberg Campus geweckt. Dort entwickelte er ein innovatives Verfahren. Mit verrostetem Schrott und Sonnenstrom beseitigt es den Geruch von Abwasser.
Und für 2019 hat sich das Unterstützernetzwerk in Sachen Jugendförderung einiges vorgenommen. So werden unter anderem ein Science Camp, Veranstaltungen zum Zukunftstag, verschiedene Betriebspraktika oder MINT-Workshops angeboten. Dabei wirken maßgeblich Mitglieder-Unternehmen und -Institute mit. Unter anderem sind das die Frauenhofergesellschaft, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Elektrochemie Halle GmbH (ECH), die Pharmazeutische Kontroll- und Herstellungslabor GmbH (PKH) oder die Weinberg-Apotheke, um nur einige zu nennen. Auch Projektwochen in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule „Alexander-von-Humboldt“, dem „Georg-Cantor-Gymnasium“ und dem „Elisbath-Gymnasium“ stehen schon fest im Terminkalender des Unterstützernetzwerks. Hinzukommen noch Angebote an Schüler, Jugend-forscht-Arbeiten zu unterstützen.

15 Jahre nach seiner Gründung zieht das Unterstützernetzwerk weinberg campus e. V. eine erfolgreiche Bilanz. Es war von Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gegründet worden, um die Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Gelände des Campus nachhaltig zu verbessern und die Ansiedlung innovativer Unternehmen voranzutreiben. Über einen regelmäßigen Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Kultur sollte Halle darüber hinaus an Profil im Prozess des Strukturwandels der Region gewinnen. „Dass der Technologiepark Weinberg Campus heute der größte seiner Art in Mitteldeutschland ist und als Beispiel gelungener Transformation nach der deutschen Wiedervereinigung gilt, daran hat das Unterstützernetzwerk einen großen Anteil“, resümiert Prof. Dr. Wolfgang Lukas, Vorsitzender des Vereins.
„Gegenwärtig popularisieren wir im Rahmen der Informationskampagne ‚Einfach gemacht‘ 15 Themenfelder, an denen wir aktiv mitgewirkt haben. Sie sind gleichzeitig Ansatz für unser künftiges Engagement, ergänzt Lukas.“ Zur Fülle der Vereinsaktivitäten gehören Initiativen zum Infrastrukturausbau am Gimritzer Damm ebenso, wie Strategiedialoge zur Campusprofilierung, Wissenschaftsdialoge zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen, die Unterstützung von Initiativen zur Jugendbildung oder gemeinsame Aktivitäten mit Halles Kulturschaffenden.
Im Jubiläumsjahr verstärkt der Verein seine Bildungsangebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche, um deren Technikbegeisterung zu wecken. Daneben stehen Informationsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die deren Wettbewerbsfähigkeit fördern sollen.

Angesichts der nach wie vor eher kleinteilig strukturierten Wirtschaft der Neuen Bundesländer bieten Netzwerke auch bei fortschreitender Digitalisierung gerade für kleine und mittlere Unternehmen viele Wachstumschancen und vor allem Möglichkeiten, Geschäfte international auszuweiten. Das ist Ergebnis einer Untersuchung zum Thema „Erfolg von Netzwerken im Zeitalter der Digitalisierung“, die der weinberg campus e. V. aus Anlass des 15. Jahrestages der Gründung des Unterstützernetzwerkes in Auftrag gegeben hat.
Der Autor der Untersuchung, Jan Friedl, Masterstudent im Institut für Soziologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, verweist darin zunächst darauf, dass gerade die Region um Berlin und Mitteldeutschland bewährte Netzwerkstrukturen aufweisen. Experten bestätigen den hier beheimateten Cluster- und Netzwerkinitiativen in ihren Prognosen erhebliche Bedeutung für die Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft. Notwendig sei jedoch, die bestehenden Strukturen überregional und international auszuweiten, um weiterhin effizient und wettbewerbsfähig zu agieren. Insbesondere dem Ausbau digitaler Plattformen zum Wissens- und Erfahrungsaustausch, der Social Collaboration, kommt über regionale Grenzen hinweg eine Schlüsselfunktion zu.
Methodisch greifen dabei bewährte und neue Formen der Kommunikation ineinander. Verändern werden sich, so Autor Friedl, vor allem Arbeitswege und -weise, verbunden mit neuen Aufgaben und Lösungen. Sein Fazit: Der Erfolg eines Netzwerkes basiert auch weiter auf Vertrauen der Akteure, der Auswahl der richtigen Kooperationspartner, einem erheblichen Maß an Flexibilität sowie der Fähigkeit zur Anpassung an sich ständig verändernde Rahmenbedingungen. Der innovative Umgang mit diesen Potenzialen, verbunden mit dem Nutzen neuer Kommunikationsmöglichkeiten wird dabei immer mehr zur Herausforderung aber auch Erfolgsformel.

 Quelle: Weinberg Campus e.V.

 

Letzte Änderung am Sonntag, 10 Februar 2019 15:07

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Torsten Vockroth
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